WMDEDGT? 01/17

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Auch heute fragt Frau Brüllen wieder: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“, bei mir heute in der Spezial-Version (die auch erklärt, warum es hier momentan wieder still ist), denn ich besuche über die Feiertage meine Eltern (und weil ich noch Urlaub habe und am Freitag eine Verabredung mit hiesigen FreundInnen bin ich noch immer da).

Eigentlich bestehen meine Urlaubstage hier aus ganz viel chillen, mal vor dem Fernseher, mal im Internet, mal bei Shoppen, … und Gekuschel mit der Katze (muss schließlich auf Vorrat mit der Katze kuscheln, weil ich selbst keine haben kann), ganz so langweilig ist es heute dann immerhin doch nicht, aber lest selbst:

7:00h: Der Wecker meiner Schwester (die heute arbeiten muss) klingelt im Nebenzimmer, das Ding ist ziemlich laut und es hört sich bei mir im Zimmer so an, als würde eine Frau die ganze Zeit ziemlich nölig reden, also bin ich wach.

7:45h: Ich steh dann auch mal auf, das Bad ist besetzt, also warte ich und geh dann. Anschließend frühstücke ich mit meiner Mutter, dabei läuft Frühstücksfernsehen. Die geben heute u.a. eine Anleitung dafür, wie man am geschicktesten fremd geht. Ich beschließe das nie wieder freiwillig zu gucken.

Ich drehe die erste Runde durchs Internet.

Meine Eltern machen sich auf den Weg zum Wocheneinkauf, dabei würde ich nur stören, da die beiden da wirklich eingefahrene Abläufe haben, die ich nur durcheinander bringen würde. Deshalb gucke ich Staffel 9 von The Big Bang Theorie auf Netflix, die hab ich nämlich im Fernsehen verpasst.

Meine Eltern sind wieder da, ich helfe das Auto ausräumen. Und lande danach wieder vor dem Fernseher.

Mein Vater und ich gehen unsere heutige Aufgabe an, wir sichten den Dachboden (also den Spitzboden, wenn man so will, der Speicher an sich ist ausgebaut, da sind zwei“Kinder“zimmer) nach alten Sachen von mir. Ich weiß, dass dort noch meine Puppen lagern und evtl. doch noch was anderes, das ich aufheben will und bevor es hier irgendwelchen Ausmistungen zum Opfer fällt, will ich da mal durch (beim Auszug haben wir das nicht mehr geschafft und die Sachen sind da ja an sich gut aufgehoben).

Ich finde mehr, als ich dachte: Meinen Lederschulranzen, den ich ab der 5. Klasse hatte (kann weg), meinen 4You-Rucksack, den ich mir in der 7. zu Weihnachten wünschte, weil ich so uncool war mit meinem Ranzen (kann auch weg, war eine Sonderedition und aus heutiger Sicht wirklich hässlich). zwei Kisten mit Kleinkram, u.a. meine Glückwunschkarten zur Erstkommunion (können nach einer längeren Sichtung auch weg, es waren hauptsächlich Karten der ortsansässigen Geschäfte und wenn es Menschen waren, dann haben die keine Texte in die Karten geschrieben, sondern maximal „sendet/wünscht Unterschrift“, da hält sich der ideelle Wert auch bei den Karten von mittlerweile verstorbenen Verwandten in Grenzen). Auch dabei war eine Mappe, die wir damals für unsere Klassenfahrt in der 4. Klasse anlegen mussten, wir waren im Schullandheim auf Norderney. Das klingt eigentlich wirklich lustig. Nach Durchsicht war es dann doch eher langweilig. Die Pädagogik war damals ganz anders (war mir irgendwie klar, aber so krass war es mir nicht in Erinnerung) und wir haben quasi alles abgeschrieben oder vorgegeben bekommen. So haben wir wohl bei der Gelegenheit gelernt, wie man Briefe schreibt und mussten jemandem einen Brief schreiben, in dem wir einen Besuch absagen, weil wir auf Klassenfahrt sind. Ich habe meiner Oma geschrieben (was an sich schon absurd ist, sie hat hier früher jeden Tag angerufen, wenn sie mich tatsächlich zu irgendwas eingeladen hätte, dann hätte ich ihr am Telefon abgesagt), die ganze Formulierung klingt leider gar nicht nach einer Neunjährigen und auch die Verabschiedung am Schluss war die, die meine Lehrerin am geeignetsten hielt und für mich total gekünstelt. Der Rest in dieser Mappe sind Tagesberichte, bei denen wir auf einer Kopie jeden Tag eingetragen haben, was wir gemacht haben (also ein bis drei Wörter pro Aktivität), was wir gegessen haben, ob wir Taschengeld ausgegeben haben und relativ viel über das Wetter (wieder alles vorgegeben). Leider also auch nichts echtes mit Erinnerungswert. Selbst die ausführlicheren Berichte über einzelne Aktivitäten, die von verschiedenen zusammenkopiert waren (jede/r sollte wohl ein Highlight beschreiben) klingen mehr nach Berichten meiner Lehrerin und sind gespickt mit Lernwissen. Also klar, wir sollten da abwechslungsreiches Schreiben lernen und eben ganz viel Wissen z.B. über das Wattenmeer gewinnen, deshalb wurde eben vieles von der Tafel abgeschrieben und vorgegeben, aber irgendwie hätte ich mir so eine Mappe wenigstens stellenweise persönlicher gewünscht, wenn es mir um die Erinnerung geht (so verstehe ich nicht, warum wir damals einen extra-Ordner anlegten).  Aber so war das damals wohl (wobei ich sofort wieder wusste, warum ich mit meiner Lehrerin in der 3. und 4. Klasse nicht so gut klar kam, das war nämlich dieses vorgegebene und alles nochmal von ihr überarbeitet, ich glaube, meine Lehrerin davor hat mehr auch mal laufen lassen, obwohl sie die ältere war).

Zwischendurch gibt es Mittagessen.

Fertig sortiert und einiges in den Müll gebracht. Zum Abschalten gibt es Shopping-Queen. Der Kater sitzt mir auch schon wieder halb auf dem Schoß (das ist für ihn neu, das macht er sonst nie, aber mit mittlerweile fast 11 Jahren wird er nun verschmuster).

Meine Schwester kommt nach Hause und wir unterhalten uns.

Irgendwann kommt mein Bruder kurz vorbei, er hat die alten Winterreifen des alten Autos meiner Eltern verkauft, der Käufer kommt auch kurz vorbei.

Als der wieder weg ist, essen wir Abendbrot und danach Eis.

Jetzt gibt es noch einen Krimi im Fernsehen und Youtube nachher dann im Bett.

 

WMDEDGT 12/16

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Heute also das erste Mal, das ich mitmache bei
„Was machst du eigentlich den ganzen Tag“, das von Frau Brüllen  ins Leben gerufen wurde. Dort auch eine Liste von allen, die auch mitmachen.

 

4:20: Ich wache auf und kann nur sehr schlecht wieder einschlafen, träume davon, verschlafen zu haben (dabei klingelt heute kein Wecker).

7:20: Ich stehe dann mal auf. Mache die Balkontür auf, hänge mein Decke über das Geländer und mache ungefähr 1 Minute später alles wieder zu, als ich mir frische Klamotten aus dem Schrank geholt habe, es ist saukalt, also genug gelüftet. Erstmal ins Bad.

7:35: Frühstück machen, es gibt Latte Macchiato und eine aufgetoastete Müsli-Walnuss-Stange mit verschiedenen Belägen. Mein Favorit ist Leberwurst, das kommt mit den Rosinen dadrin richtig gut. Beim Frühstück drehe ich die erste Runde durchs Internet.

8:20: Anziehen und Wärmflaschen fertig machen, die lege ich ins Auto aufs Amaturenbrett, das soll angeblich die Frontscheibe frei machen. Den Versuch ist es mir wert, seit ich das große Auto habe, ist das morgendliche Freikratzen sehr mühsam, ich komme bei der Frontscheibe nur mit einem Teleskopkratzer weiter und dann schmiert mir doch alles ruck zuck wieder zu.

8:40: Tisch abräumen, nochmal ins Bad, Tasche packen und den ersten Teil dieses Posts schreiben, während die Scheibe sich selbst frei macht. Erste Blicke aus dem Schlafzimmerfenster sind vielversprechend. Werde heute aber trotzdem mal gucken, ob ich nicht noch so eine Folie kaufe. Meine alte ist auf jeden Fall viel zu klein.

9:00: Ich gehe ans Auto. Mein Nachbar kratzt seins grade frei, dabei lässt er das Auto schonmal warm laufen, ich wundere mich, aber ich bin wohl die Einzige, in diesem Haus, die das nicht macht.
Die Wärmflaschen im Auto sind jedenfalls ne super Sache, leider vergesse ich ein Foto davon zu machen. Morgen will ich dem Ganzen noch etwas mehr Zeit geben und evtl. noch eine dritte in die Mitte legen.  Aber direkt über den Wärmflaschen ist alles weggetaut, drumrum schön angetaut und selbst in der Mitte der Scheibe war das Kratzen einfacher. Und, was mir am allerbesten gefällt, die Scheibe beschlägt beim Losfahren weder von innen, noch von außen.
Auf dem Weg vergesse ich, dass am Wochenende ein riesiger Adventsmarkt im Nachbardorf war und man evtl. noch gar nicht wieder durchfahren kann. (sonst wäre ich andersrum gefahren), ich habe aber Glück, die Hauptstraße ist frei, nur in den Seitenstraßen sind noch jede Menge Spuren zu sehen.

9:25: Ich komme in der Seitenstraße an und habe Glück mit dem Parkplatz. Nachdem ich in den letzten beiden Woche auch schon mal zwei Runden um den Block drehen musste, um einen Parkplatz zu finden, scheint die Lage wieder entspannt. Der eine Parkplatz des großen Pharmakonzerns hat auch wieder auf, vielleicht waren das die vielen Autos. Ich bin ganz glücklich, dass ich das große Auto mittlerweile so gut beherrsche, das Einparken geht mir mittlerweile gut von der Hand. Trotz der Größe ist das Auto einfach übersichtlicher als das alte. Ich komme im Büro an und begrüße den Kollegen.

Den Vormittag verbringe ich mit ein paar Verwaltungsaufgaben. Den Hauptteil meiner heutigen Arbeit verbringe ich aber mit dem Aussuchen, Ausdrucken und Ausschneiden von Buchstaben, die später ein Requisit unseres Krippenspiels zieren sollen.

13:30: Ich trete den Heimweg an, habe im Büro alles erledigt, das heute sein musste bzw. zwingend im Büro sein musste. Ich habe Hunger, aber mein Portemonnaie zu Hause vergessen, sonst hätte ich mir wohl nur was zu essen gekauft und dann weiter gemacht. Also erstmal heim, auf dem Heimweg werde ich vom Nebel überrascht, der war heute Morgen doch noch nicht da. Ich stelle fest, dass mir für ein sinnvolles Mittagessen immer mindestens eine  Zutat fehlt, also fahre ich nochmal los. Weil ich auch noch tanken muss, wird es Fast Food, das liegt auf dem Weg. Natürlich kaufe ich aber auch noch was ein, so dass ich morgen wieder frisch kochen kann.

14:55: Wieder zu Hause. Auf dem Rückweg habe ich versucht meine Handy im Auto zu laden, da 10% Akku doch wenig sind, komme aber mit 6% an, irgendwas stimmt da nicht, muss mal ein anderes Kabel ausprobieren. Zu Hause in der Steckdose lädt das Handy zum Glück problemlos.

15:00: Ich bestücke den Adventskranz mit einer neuen Kerze und öffne meinen Adventskalender, Loriot rät heute dazu aus ausgeblasenen Eiern Schmuckketten für den Christbaum zu basteln.
Im Fernsehen kommt Shopping Queen, genau das Richtige als Hintergrundberieselung, um noch was für den Gemeindebrief in Angriff zu nehmen, morgen ist Redaktionssitzung.

16:45: Mit dem Text bin ich noch nicht zufrieden, werde ihn mal gegenlesen lassen. Hab drei Fotos zur Auswahl, weiß aber auch noch nicht so recht, welches es wird.
Jetzt sauge ich erstmal die Wohnung und erledige den Abwasch.

17:20: Der Abwasch ist erledigt. Beim Saubermachen der angebrannten Auflaufform hab ich mal wieder eine Spülmaschine gewünscht. Aber, die Küche gehört zur Wohnung und wäre nur durch größere (und vergleichsweise teure) Umbauarbeiten um eine Spülmaschine erweiterbar. Aber es wäre so schön. Die letzten Minuten, bis ich wieder los muss, nutze ich für ne Runde Youtube.

17:45: Aufbruch zum Jugendtreff. Wir wollen heute einen Karton mit Farbe besprühen (gehört dann zur Requisite des Krippenspiels). Aber draußen ist es zu kalt für Sprühfarbe (die ich übrigens mit Antritt meiner Stelle übernommen habe und seit dem versuche aufzubrauchen, ich selbst bin eher gegen Sprühfarbe). Wir sprühen dann doch draußen, zum Glück funktioniert es irgendwie.

20:00: Wir räumen auf und machen uns auf den Heimweg.

20:20: Zu Hause und Feierabend. Auf dem Weg nach oben wundere ich mich kurz, warum meine Nachabrin einen einzelnen Stiefel vor die Tür gestellt hat, bis mir das Datum bewusst wird.
Ich hole ein Brot aus dem Froster, damit ich morgen was zum Frühstück habe, und bestücke den Adventskranz mit noch einer neuen Kerze. Dann noch ne Runde fernsehen. Ich schwanke zwischen dem Staffelfinale der roten Bänder (ein Glück kann mein Receiver zeitversetztes Fernsehen und nimmt die Folgen eh auf) oder dem Rest der 3. neuen Gilmore Girls Folge. Wahrscheinlich werden es aber die Gilmore Girls und ich heb mir die roten Bänder bis Mittwoch auf. Aber erstmal wische ich ein Glas Wasser vom Tisch, das ich mal eben umgeschmissen habe, zum Glück liegt das Handy 10cm weiter links.

Wichtelgeschenk Teil 2

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Weil mir ein einfacher Loop-Schal zu wenig war, hab ich noch eine Kleinigkeit zusätzlich gesucht. Und da ich selbst seit gut 3 Jahren totaler Fan der Leseknochen bin und so ein Leseknochen wunderbar nebenbei gemacht ist, hab ich mich nochmal an die Maschine gesetzt. Zum Einsatz kam ein Rest meines liebsten Westfalen-Stoffs und ein blaues Stück Babycord vom Stoffmarkt. Gestopft ist er mit fast dem gesamten Inhalt eines dieser günstigen 80×80-Kissen vom schwedischen Teelicht-Shop. Der Cord-Teil ist super kuschlig, der Westfalenstoff fast sich aber auch super an, also genau perfekt, wenn der Leseknochen eben nicht nur als Ständer für Bücher, E-Book Reader usw. sondern auch als Nackenkissen verwendet wird. ich bin gespannt, wie es ankommen wird.

 

Ich habe genäht

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Wir werden dieses Jahr in meinem Team Ehrenamtlicher MitarbeiterInnen wichteln. Eigentlich dachte ich, ich würde halt etwas kaufen, an Ideen mangelt es auch nicht. Aber, als ich erfuhr, wen ich bewichteln werde, hatte ich sofort das Gefühl, dass dieser Person ein Schal gefallen würde. Im preislichen Rahmen von 5€ (die wir mittlerweile auf 10€ erhöht haben, aber das war vor meinem Vorhaben), würde das nichts werden, außer, ich nähe eben einen Loopschal selbst. Heute Vormittag hatte ich Zeit, also ran an die Nähmaschine. Heraus gekommen ist eine, wie ich finde wunderschöne, Kombination aus dunkelgrauem Sweat mit dem Schwalben-Sweat von Stoff & Stil. Ich hoffe, die Farben gefallen dem jungen Mann auch, aber man kann ja durchaus die dunkle Seite außen tragen, wenn einem die Schwalben zu viel sind.
Mangels willigem Modell (in meinem Alter bleibt es nicht ohne Folgen in einen Geburtstag rein zu feiern), musste meine Gitarre herhalten, immerhin hat die ja auch einen Hals.

 

Schnittmuster in Progress

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Heute Nachmittag habe ich „nur mal eben“ meine neu erworbenen E-Book-Schnittmuster und ein paar Freebooks für die nächste Zeit gedruckt. Wer hätte gedacht, dass das tatsächlich Beschäftigung für einen Nachmittag ist. Aber gut, wer benutzt auch einen zwanzig (!) Jahre alten Laserdrucker. Der ist einfach mit den Datenmengen überfordert, letzten Endes kamen auch gute 60 Seiten zusammen.

2014-11-08 18.25.27

Mit dabei:

die Buchhülle von Pattydoo,

Vicky, Susie und Riley (mit den weiten Ärmeln) von Pattydo

und ein Utensilo von farbenmix.

 

Jetzt muss ich sie nur noch ausschneiden und zusammenkleben – das dauert bestimmt wieder einen Nachmittag.

Neue Stoffe nochmal individualisiert

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oder so ähnlich.

2014-11-03 18.28.52

Als ob Handarbeit nicht schon individuell genug wäre, hab ich heute meine neuen Errungenschaften (beides bei Frau Tulpe gekauft) gleich mal individuell gefärbt. Zugegeben, nicht ganz freiwillig, aus irgendeinem Grund habe ich auch ein rotes Tuch mitgewaschen und natürlich beschlossen, dass ein Farbfangtuch nicht nötig ist. Eigentlich steh ich nicht so auf rosa, aber ich finde, so schlecht sieht es gar nicht aus, wenn man’s nicht wüsste, könnte man denken, das gehört so. Ich werde die Stoffe also auf jeden Fall verwenden und irgendwann evtl. noch einen zweiten Versuch starten.